Schuldenabbau: Q-Cells will REC-Beteiligung verkaufen - Schuldscheindarlehen gestoppt?
(mih) Der Solarzellenhersteller Q-Cells will über die Börse seinen kompletten 17,2-Prozent-Anteil an dem norwegischen Solar- und Siliziumproduzenten REC verkaufen. Beim aktuellen Börsenkurs kann Q-Cells mit einem Mittelzufluss von rund 600 Millionen Euro rechnen. Konsortialführer sind Citigroup, Morgan Stanley, ABG Sundal Collier, Dresdner Kleinwort/Commerzbank und die UniCredit.
Mit dem Verkaufserlös will Q-Cells einen Konsortialkredit mit einem Volumen von 500 Millionen Euro ablösen, mit dem sich der Konzern bis Jahresende die Liquidität und den Finanzierungsrahmen für den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten gesichert hatte. Eigentlich wollte Q-Cells-CFO Hartmut Schüning dafür ein Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe begeben, dessen Platzierung jedoch seit Monaten stockt. Wie FINANCE aus dem Unternehmensumfeld erfuhr, wurde mit dem REC-Verkauf der “Plan B” durchgeführt. Das Schuldscheindarlehen dürfte damit vom Tisch sein. Durch die Rückführung des Konsortialkredits rechnet Q-Cells für das laufende Jahr mit einer Zinsentlastung von 20 Millionen Euro.
Quellen: Q-Cells, FINANCE
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